Architekt
Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.
DIETHER S. HOPPE

Staatlich befugter und beeideter Ziviltechniker
univ. Hon. Prof. für Industriebau u. Entwerfen TU Wien
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
Eingetragener Mediator
Totale

Dachausbau Stubenring

Das erste Haus am Ring

Die Linienführung des Ausbaus gleicht einem futuristisch anmutenden Flugkörper, der den Dachaufbau als distanziert elegante, kristallin anmutende Hülle gestaltet. Der Dachflächenaufbau ist als zusammenwirkende Einheit von Metall und Glasflächen zu verstehen, wobei das mit Titan legierte Zinkblech und das hochwertige neutralgraue Sonnenschutzglas den in sich geschlossenen Dachkörper bestimmen. Immer neue Akzente setzen die – durch wandelnde Sonnenbeleuchtung entstehenden – Reflexionen in den verglasten, klar gezeichneten Dachgaupen ebenso, wie bei den in die Titanoberfläche eingearbeiteten, flächenbündigen Schrägflächenfenstern. Die ursprüngliche Fassade des Gründerzeithauses wurde durch Rückgliederung mittels Horizontallinien und Verbleib der ehemaligen Gaupentore zurückhaltend zitiert und ruft in Kombination mit den neuen Glas und Metallelementen die ehemalige Bedeutung dieses Hauses als Tor zur Ringstraße in Erinnerung. Die hochgezogenen Fenster der gemauerten Gaupen im 1. Dachgeschoß etablieren gemeinsam mit den neuen, auch in der Dachfläche verglasten Gaupen die Räumlichkeit und Volumetrie offener Büroraumstrukturen. Zum Hof hin öffnen sich die Räume zur Terrassen. Der verglaste, das Dach akzentuierende und schräg zurückgenommene Eckaufbau ist als Konferenzraum mit Wienpanorama konzipiert. Insgesamt wurde bei der Gestaltung sehr viel Wert auf lichtdurchflutete offene Räumlichkeiten und bestmögliche Ausnutzung des attraktiven Ausblicks auf die Wiener Innenstadt gelegt.

 

By shaping a new elegant and crystallised outline the new roof seems to reassemble a futuristic aircraft. The structure is to be comprehended as a cooperation of glass and steel. During day the sunlight and its reflections emphasis the clearly carved edges in always changing appearances. The original facade of the building was renovated in a discrete way but still maintained its horizontal order and the noticeable dormers. This combination of inherited and new elements pays respect to the function as a gateway to the Ringstrasse which this building had from its beginning.

Eckdaten

Ausführungsplanung, Ausschreibung, Entwurf, Einreichplanung, Örtliche Bauaufsicht, Architekturplanung
Robert Neumayr
1.288 m² m2

Arch. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn.

2003